14.05.2010

Brand auf der „FCS Alsterwasser“

 

An Bord der „FCS Alsterwasser“ gab es bei einer Probefahrt nach Wartungsarbeiten auf der Werft in Oorkaten am 28. April 2010 eine Überhitzung der eingebauten Blei-Gel- Batterien. In der Folge dieser Überhitzung kam es zu einem Brand im Batterieraum. Die Feuerwehr hat diesen Brand zeitnah gelöscht. Die Brandursache ist noch nicht im Detail geklärt, die Aufklärung läuft zurzeit. Eine Aussage zur Schadenshöhe ist noch nicht möglich.

Die Batterien waren erst vor einigen Tagen ausgetauscht worden und wurden zum ersten Mal auf der Elbe getestet. In den Batterien wird bei langsamer Fahrt der Strom von der Brennstoffzelle gespeichert und bei An- und Ablegemanövern wieder zur Verfügung gestellt. Die Gefahr des Übergreifens des Brandes auf die Brennstoffzelle oder die Druckbehälter ist systembedingt ausgeschlossen. Der Brand ist mit einem normalen Kabelbrand vergleichbar, wie er auf allen Schiffen entstehen kann. Es bestand zu keiner Zeit eine Gefahr für den Schiffsführer oder andere Personen. Alle eingebauten und zertifizierten Sicherheits- und Notfallsysteme haben funktioniert:

· die räumliche Trennung (Unterteilung) von Batterie, Brennstoffzelle und Wasserstofftanks verhindert das Übergreifen eines möglichen Feuers

· es ist kein Wasserstoff entwichen (bedeutet, dass die räumliche Trennung funktioniert hat, weil sonst die Wasserstofftanks heiß geworden wären, was wiederum zu einem automatischen Ablassen von Wasserstoff geführt hätte)

· die automatische Abschaltung der Brennstoffzelle bei einem Vorfall

· das Brandbekämpfungssystem im Batterieraum zur Feuerunterdrückung wurde aktiviert. Wegen der auf Probefahrten geöffneten Luke konnte es aber seine Wirkung nur eingeschränkt entfalten.

Die Feuerwehr bestätigt ebenso wie der für die Sicherheit verantwortliche Zertifizierer Germanischer Lloyd, dass eine Explosionsgefahr nicht bestanden hat.

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